Welt-Kongress 2017

 

 

„In der Begegnung leben“ -Erster Weltkongress in Jekaterinburg/Russland“

 

Eine kleine Abordnung - drei Bewohner mit Begleitung- des Wohnbereiches des Sonnenhofes hat teilgenommen am ersten Weltkongress für Menschen mit Behinderung in Jekaterinburg/Russland.

Dieser Kongress war und ist ein sozial-kulturelles Ereignis, das auf die Entwicklung zwischenmenschlicher Verbindungen, und auf Erhöhung des Lebensstandards von behinderten Menschen und der ganzen Gesellschaft zielt.

Der Kongress stellte dabei die Bedürfnisse und die Rolle von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in den Mittelpunkt.

Es war eine großartige Erfahrung zusammen einen Kongress zu erleben mit über 700 Menschen aus 29 Nationen.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der offizielen Homepage: http://www.in-der-begegnung-leben.eu/de/index.html

 

Werte sichtbar machen

 

Unter diesem Motto fand der erste Weltkongress der Menschen mit Behinderungen in Russland statt. Carlo Lo Bosco, Sabrina Grimm, Ronja Bünzow und Irina Lorenz als Begleitperson bildeten die kleine Delegationsgruppe der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e. V auf dem ersten Weltkongress in Jekaterinburg, der Hauptstadt des Urals.

Mehr als 700 Menschen aus 30 Ländern nahmen an diesem sozial-kulturellen Ereignis teil, das die Menschen mit Behinderungen, deren Bedürfnisse, ihre Rolle in der Gesellschaft sowie  Entwicklung zwischenmenschlichen und kultureller Beziehungen im Mittelpunkt gestellt hat.

Mit Grußwort des russischen Präsidenten Wladimir Putin eröffnete Evgeny Kuyvashev, Gouverneur der Sverdlovsk-Region die Zeremonie am 7. September. Die Feierlichkeit beeindruckte und berührte tief durch künstlerische Darbietung aller Art.

Deutschland wurde unter anderen durch Croove Inclusion, die Band der VHS Unteres Remstal wunderbar repräsentiert. Die Hälfte der Musiker der Band haben Behinderungen oder besser gesagt, besondere Möglichkeiten und Fähigkeiten. Sie treffen sich, um gemeinsam Musik zu machen und haben Spaß daran.

 

         

Klicken Sie auf die Bilder, um diese in Originalgröße anzuzeigen!

Den Kongressinitiatoren Thomas Kraus, Berlin und Vera Simakova, Jekaterinburg sowie un-zähligen freiwilligen Helfern und Sponsoren ist gelungen, einen Ort der Begegnung und Austauschs zu schaffen, Menschen mit unterschiedlichsten Handicaps, kulturellen, sprachlichen und gesellschaftlichen Hintergründen näher zusammen zu bringen.

Das Kongressprogramm war sehr gut konzipiert und sehr reichhaltig gewesen. Es fanden viele Podiumsdiskussionen mit Vorträgen zum Kongressthema und Austausch, zahlreiche Work-shops und Exkursionen, inklusive Theateraufführungen und künstlerische Beiträge, eine Kunst- und Handwekrmesse sowie eine Fachmesse für technische Rehabilitationshilfen und Sozialdienstleistungen, ein Konzert klassischer Musik des philharmonischen Orchesters statt.

Der Inklusionsball wurde zum Höhepunkt des letzten Kongressabends. Die Musik zu den historischen Tänzen wie Polka, Polonaise, Walzer wurde von dem Kammerorchester gespielt. Und die riesige Torte mit Kongresslogo und Feuerwerk schmeckte sehr gut.

Das Ergebnis hat bei allen Teilnehmern einen tiefen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.Die russischen Gastgeber haben eine besondere Atmosphäre sowie diesen überdimensionalen Be-gegnungsraum für alle Teilnehmer zu schaffen, wo die Werte tatsächlich sichtbar wurden. Die in drei Sprachen verfasste Kongressresolution und das Lied „We are the word“, das wir alle bei der Abschlusszeremonie gesungen haben, lässt uns mit der Hoffnung in unsere gemeinsame Zukunft sehen.

 

Irina Lorenz